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Das Projekt

Hintergrund

Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Akteur, wenn es um die Reduktion von Treibhausgasemissionen (THG) mit Hinblick auf die Minderung der Klimawirkung menschlichen Handelns geht. Gleichzeitig sind die Landwirte auch primär durch die bereits ablaufende Klimaveränderung betroffen.
In der landwirtschaftlichen Praxis werden bereits verschiedene Anpassungen für die Reduktion der THG-Emissionen und die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel erprobt oder zu mindestens diskutiert. Neben der Erwartung, dass der Klimawandel vor allem mit der Zunahme der Extremwetterlagen und stärkeren Ertragsschwankungen einher gehen kann, herrschen jedoch große Unsicherheiten dahingehend vor, welche Veränderungen der Klimawandel reell mit sich bringt, welche Anpassungsstrategien regional am besten geeignet sind THG-Ausstoß und Ertragsverluste so gering wie möglich zu halten und wie diese Anpassungsmaßnahmen sich auf andere Bereiche der Landbewirtschaftung und Betriebsorganisation auswirken.

Ziele

Im Rahmen des Projektes OptAKlim wird in drei klimatisch unterschiedlichen Untersuchungsgebieten (Modellregionen) untersucht, welche regionalen Veränderungen durch den Klimawandel zu erwarten sind und wie sich diese erwartungsgemäß auf das Pflanzenwachstum, die Ertragsbildung, das Schaderregerauftreten und den Pflanzenschutz auswirken. Auf mehreren Arbeitstreffen werden mit regionalen Akteuren Lösungsansätze und Wege zu verbesserten Anbauverfahrenslösungen diskutiert. Nachfolgend erfolgt die meteorologisch-ökonomisch-ökologische Modellierung der identifizierten Produktionsverfahren, um die Konsequenzen der betrachteten Mitigations- oder Klimaanpassungsmaßnahmen für die Handlungsfelder der landwirtschaftlichen Betriebe (z.B. Klimaschutz, Bodenschutz, Gewässerschutz, Förderung der Biodiversität) zu identifizieren sowie Auswirkungen auf den Pflanzenschutz, dessen Umweltwirkungen, die Betriebsabläufe und die Ökonomie des Betriebes zu bewerten. Die Projektergebnisse, u.a. die empfohlenen Klimaanpassungsmaßnahmen, werden der landwirtschaftlichen Praxis und Beratung über ein internetbasiertes Informationstool bereitgestellt und sollen zu einer verbesserten landwirtschaftliche Klimawandelberatung beitragen

Projektaufbau:

Projektskizze

  • Arbeitspaket (AP) 1: das JKI koordiniert und leitet das Projekt
  • AP 2: Untersuchung der Folgen des Klimawandels (KW), der Verfügbarkeit und Wirkung Adaptationsstrategien
  • AP 3: Untersuchung der Auswirkungen des KW auf das Schaderregerauftreten und den Pflanzenschutz, die Ertragsleistungen und Fruchtartenverteilungen
  • AP 4: Identifikation der regionalen Problemlagen und Festlegung von Klimaanpassungsstrategien für die drei Modellregionen
  • AP 5: Optimierung bestehender Anbaustrategien durch regionale Empfehlungen
  • AP 6: projektbegleitender Austausch mit Stakeholdern (Workshops, Dialoggruppentreffen, Stakeholder-Beirat). Ergebnistransfer erfolgt über das Infoportal, Newsletter und das Beratungstool SYNOPS-Web+

 

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